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Forschung

Kriminologische Forschung

kriminologie klein

 

» Lehrbuch "Kriminologie. Eine Grundlegung"


» Herausgeberschaften "Neue Kriminalpolitik" & "Kriminologisches Journal"


» Studienbuch "Interdisziplinäre Rechtsforschung. Eine Einführung"


» Predictive Policing


» Sammelband "Der Staat in der Sicherheitsgesellschaft"


» Bestätigungsneigung im Strafverfahren


 

 

Lehrbuch "Kriminologie. Eine Grundlegung"

lehrbuchGemeinsam mit Karl-Ludwig Kunz hat Tobias Singelnstein 2016 eine vollständig überarbeitete 7. Auflage des von Karl-Ludwig Kunz begründeten Lehrbuches „Kriminologie“ vorgelegt und wird dieses in Zukunft fortführen. Die Neuauflage bietet eine grundlegend überarbeitete Fassung des seit 1994 bewährten Lehrbuches. Die Darstellung wurde komplett neu strukturiert, um neue Kapitel erweitert und durchgehend auf den aktuellen Stand der Forschung gebracht. Wie in den Vorauflagen stellt das Lehrbuch die zentralen kriminologischen Themen von Grund auf und mit Tiefgang dar. Es bietet eine sehr gut verständliche Einführung in das Fach, die zum eigenen Nachdenken anregt, sich aber ebenso hervorragend als Quelle für Wissenschaft und Praxis eignet.

 

 

Herausgeberschaften "Neue Kriminalpolitik" & "Kriminologisches Journal", Schriftenreihe

neue kriminalpolitikkrimj
Tobias Singelnstein ist Mitherausgeber der Fachzeitschriften „Neue Kriminalpolitik“ und „Kriminologisches Journal“. Die „Neue Kriminalpolitik“ (NK) bietet ein Forum für alle Disziplinen der Kriminalwissenschaften, Recht und Praxis. Sie setzt neue Impulse und bietet Forum für eine interdisziplinäre Diskussion, die unter Einbeziehung ausländischer Erfahrungen über den eigenen Tellerrand hinausschaut. Das „Kriminologische Journal“ (KrimJ) ist eine vierteljährlich erscheinende wissenschaftliche Fachzeitschrift, die in Form von Artikeln, Diskussionsbeiträgen, Praxis- und Forschungsberichten über kriminologische Theorie und Praxis informiert. Der thematische Schwerpunkt liegt auf kritischen Auseinandersetzungen mit den Strukturen und Maßnahmen sozialer Kontrollinstanzen.
Darüber hinaus gibt Tobias Singelnstein zusammen mit Dirk Fabricius und Jens Dallmeyer im LIT-Verlag die Schriftenreihe „Studien zu Kriminalität - Recht - Psyche" heraus.

 

 

Studienbuch "Interdisziplinäre Rechtsforschung. Eine Einführung"

Der in Vorbereitung befindliche Sammelband, den Tobias Singelnstein zusammen mit Christian Boulanger und Julika Rosenstock im Verlag SpringerVS herausgibt, wird eine grundlegende Einführung in das Feld der interdisziplinären Rechtsforschung bieten, das sich – im Anschluss an die im angelsächsischen Raum schon etablierten Socio-legal Studies und die Law and Society-Forschung – im deutschsprachigen Raum erst zu konstituieren beginnt. Zu diesem Zweck erschließen in dem Band ExpertInnen in 15 Beiträgen theoretische, methodische und inhaltliche Grundlinien des Feldes. Die LeserInnen sollen so einerseits einen fundierten Überblick im Sinne einer Bestandsaufnahme erhalten; andererseits sollen zentrale Fragestellungen zukünftiger Forschungen und damit Perspektiven des Feldes skizziert werden. Das Werk ergänzt die vorhandene Literatur an rechtssoziologischen Einführungen, deckt darüber hinaus aber auch die bisher noch kaum erschlossenen Bereiche der Rechtsforschung in den Sozialwissenschaften ab.

 

 

Predictive Policing

Predictive Policing verspricht, durch eine computergestützte, automatisierte Auswertung unterschiedlicher Datenmengen Wahrscheinlichkeitsaussagen über das zeitliche und örtliche Auftreten bestimmter Formen von Kriminalität in der Zukunft treffen zu können. Dies kann sowohl raumbezogen erfolgen, zum Beispiel wenn für eine bestimmte Gegend eine erhöhte Wahrscheinlichkeit der Begehung von Straftaten ermittelt wird, als auch personenbezogen. In beiden Fällen soll die Vorhersage dazu dienen, polizeiliche Einsatzkonzepte effektiver auszurichten. In den vergangenen Jahren sind derartige Techniken – nach den USA – auch in Deutschland und Europa immer populärer geworden. Tobias Singelnstein analysiert in seinem Habilitationsvortrag und dem darauf basierenden Aufsatz, der momentan in Vorbereitung ist, die wesentlichen rechtlichen und kriminologischen Fragestellungen bezüglich dieser neuen Form polizeilicher Arbeit.

 

  

Sammelband "Der Staat in der Sicherheitsgesellschaft"

Die Rolle des Staates in der Sicherheitsgesellschaft ist eine widersprüchliche. Staatliche Instanzen sind in der jüngeren Vergangenheit einerseits stark an der Herstellung zunehmender Sicherheitsbedürfnisse und somit dem massiven Bedeutungszuwachs individueller, bürgerlicher Sicherheit beteiligt. Andererseits ist der Staat eine wesentliche Instanz, die diese Bedürfnisse befriedigen kann, will bzw. soll. Zugleich werden die Fähigkeit des Staates zur Lösung dieser Aufgaben und die in der Bevölkerung wahrgenommene Legitimität des Staates und seiner Instanzen mit dem Ausmaß des Auftretens abweichenden Verhaltens in Verbindung gebracht. Der in Vorbereitung befindliche Sammelband, den Tobias Singelnstein gemeinsam mit Jens Puschke in der Schriftenreihe „Staat – Souveränität – Nation. Beiträge zur aktuellen Staatsdiskussion“ im Verlag SpringerVS herausgibt, beleuchtet dieses Verhältnis von Staat und Sicherheitsgesellschaft mit seinen diversen Facetten anhand von Veränderungen in der jüngeren Vergangenheit.

 

 

Bestätigungsneigung im Strafverfahren

StVDie sozialpsychologische Forschung zum confirmation bias, also der Bestätigungsneigung, bietet einen wichtigen Erklärungsansatz für fortgesetzt fehlerhafte Ermittlungsansätze. Demzufolge werden Informationen umso eher wahrgenommen und als wichtig bewertet, je besser sie zu eigenen Annahmen und Überzeugungen passen. In seinem Aufsatz „Confirmation Bias – Die Bestätigungsneigung als kognitive Verzerrung bei polizeilichen Ermittlungen im Strafverfahren“ (StV 2016, 830) untersucht Tobias Singelnstein die Bedeutung dieses in den deutschen Kriminalwissenschaften bislang kaum rezipierten Ansatzes und wertet den angloamerikanischen Forschungsstand zum Thema aus.