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Forschung – Strafrecht

Strafrechtliche Forschung

 

» Außenansicht in der SZ zum geplanten § 114 StGB


» Aufsatz zur „Datenhehlerei“


» Habilitationsschrift „Strafbare Strafverfolgung“


» Handbuch des Strafrechts


 

 

Außenansicht in der SZ zum geplanten § 114 StGB

Im März 2017 haben Rechtsausschuss und Bundestag den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Verschärfung der §§ 113, 114 StGB (Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte) verabschiedet. Der neu gefasste §114 StGB (Tätlicher Angriff) sieht nun eine Mindeststrafe von 3 Monaten Freiheitsstrafe vor. In einem Beitrag in der Süddeutschen Zeitung vom 3. Februar 2017 erläutert Tobias Singelnstein die Kritik an der Gesetzesverschärfung: http://www.sueddeutsche.de/politik/aussenansicht-respekt-entsteht-nicht-durch-drohungen-1.3360909.

 

 

Aufsatz zur „Datenhehlerei“

Unter dem Titel „Ausufernd und fehlplatziert: Der Tatbestand der Datenhehlerei (§ 202d StGB) im System des strafrechtlichen Daten- und Informationsschutzes“ analysiert Tobias Singelnstein in der Jubiläumsausgabe der ZIS den 2016 neu eingeführten Tatbestand der Datenhehlerei. Er legt dar, wie die Norm innerhalb des bisherigen Normbestandes zu verorten ist und warum das Regelungskonzept des Gesetzgebers nicht zu überzeugen vermag: http://www.zis-online.com/dat/artikel/2016_7_1028.pdf.

 

 

Habilitationsschrift „Strafbare Strafverfolgung“

Die Habilitationsschrift von Tobias Singelnstein mit dem Titel „Strafbare Strafverfolgung. Voraussetzungen und Grenzen der Strafbarkeit von Amtsträgern sowie von strafprozessualen Amtsbefugnissen gemäß dem Prinzip der Prozessrechtsakzessorietät“ erscheint im Nomos-Verlag in der Reihe „Neue Schriften zum Strafrecht“. Das Manuskript befindet sich derzeit in Vorbereitung, der Band soll 2017 erscheinen. Er befasst sich umfassend und eingehend mit Strafbarkeitsrisiken von Amtsträgern bei den Strafverfolgungsbehörden. Polizei, Staatsanwaltschaften und Gerichte haben als Strafverfolgungsorgane besondere rechtliche Befugnisse, die sie zu Eingriffen in Grundrechte wie auch in strafrechtlich geschützte Rechtsgüter ermächtigen und häufig sogar verpflichten, zum Beispiel bei Festnahmen, Überwachungsmaßnahmen oder der Verhängung von Strafen. Umgekehrt werden die Überschreitung dieser Befugnisse und insbesondere ihr Missbrauch als besonderes Unrecht angesehen. In diesem Spannungsfeld stellt sich für die tätigen Amtsträger die praktisch höchst bedeutsame Frage, welchen Strafbarkeitsrisiken sie selbst im Rahmen dieser Tätigkeit ausgesetzt sind. Dem geht die Untersuchung nach, indem sie systematisch Grund, Voraussetzungen und Grenzen einer solchen Strafbarkeit untersucht.

 

 

Handbuch des Strafrechts

In dem von Eric Hilgendorf, Hans Kudlich und Brian Valerius herausgegebenen „Handbuch des Strafrechts in 10 Bänden“ bearbeitet Tobias Singelnstein den Abschnitt zu den Körperverletzungsdelikten einschließlich des ärztlichen Heileingriffs. Der Beitrag wird einen der zentralen Bereiche des Strafrechts sowohl aus rechtlicher wie auch aus kriminologischer Sicht umfassend darstellen.